Staatliche Kunstsammlungen Dresden bauen strategische Partnerschaft mit Ostasien aus: Vertragsunterzeichnung in Hongkong
23. März 2026Im Rahmen einer
Bernd Ebert: „Kulturelle Partnerschaften mit Ostasien gilt es zu stärken!“
Im Rahmen einer Konferenz vom 22. bis 23. März 2026 im Kulturviertel West Kowloon in Hongkong kamen über 1.000 Akteure internationaler Kunst- und Kultureinrichtungen zusammen. Der West Kowloon Cultural District ist heute ein bedeutendes Kulturzentrum für Kunst, Musik und Theater mit Fokus auf zeitgenössische Strömungen. Verhandelt wurde dort die Frage, wie Kunst und Kultur Gemeinschaften stärken, gesellschaftliche Entwicklung fördern und kulturelle Bildung voranbringen können.
Neben den lokalen Museen M+ und dem Hong Kong Palace Museum waren unter anderem das Museum of Modern Art (New York) und das Shanghai Museum mit dabei. Weitere kulturelle Einrichtungen, wie das französische Nationaltheater und das Solomon R. Guggenheim Museum (New York) gehörten ebenfalls zu den Teilnehmenden. Als einzige Institution aus Deutschland waren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vertreten.
Am Rande der Konferenz unterzeichneten der Direktor des Hong Kong Palace Museum Dr. Louis Ng und der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dr. Bernd Ebert, ein Abkommen zur zukünftigen Zusammenarbeit der beiden Institutionen. Mit dem Ziel einer langfristigen Partnerschaft verständigten sie sich über den Austausch in den Bereichen Forschung, Vermittlung, Restaurierung und Konservierung. Die Absichtserklärung sieht zudem die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Ausstellungsprojekten vor.
So ist eine ko-kuratierte Ausstellung mit Stationen im Palastmuseum in Peking (2027), dem Hong Kong Palace Museum (2028) und in den SKD (2029) geplant.
Historische Beziehungen, gegenseitige Inspiration und der Wettbewerb der beiden großen Kulturnationen bilden das Fundament der Ausstellung, das anhand kostbarer Exponate, vor allem aus dem Grünen Gewölbe, nachvollzogen werden kann. Die Objekte aus Dresden treten in einen Dialog mit Kunstwerken der kaiserlichen Sammlungen Chinas. Im Fokus stehen die Schatzkammern des 18. Jahrhunderts als Zentren politischer Macht und Diplomatie, in denen die globale Wissensvernetzung der Frühen Neuzeit ihren Ausdruck fand. Die Begeisterung der sächsischen Kurfürsten und Könige für asiatische Kunst und Kunsthandwerk spiegelt sich bis heute in den umfangreichen Sammlungen der SKD. Beidseitiger Respekt, sowie das künstlerische und wissenschaftliche Streben nach Präzision in höchstem Maße, verbinden die Länder seit Jahrhunderten.
Dr. Bernd Ebert, Generaldirektor der SKD: „Die Vertragsunterzeichnung zwischen den Staatliche Kunstsammlungen Dresden und dem Hong Kong Palace Museum schafft die Grundlage für den Ausbau unserer Zusammenarbeit, auch mit weiteren Partnern in Ostasien. Mit dem Ziel der Erforschung, Präsentation und Vermittlung der eigenen Sammlungen stärken wir den Austausch der Teams in Hongkong und Dresden. Ich freue mich auf einen fruchtbaren Dialog und eine langfristig angelegte Partnerschaft, die auf Qualität, gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung beruht.“
Dr. Louis Ng, Direktor Hong Kong Palace Museum: „Das Hong Kong Palace Museum freut sich sehr, eine Partnerschaft mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden einzugehen. Die Zusammenarbeit wird verschiedene Bereiche umfassen, darunter Ausstellungen, Restaurierung, Forschung und Nachwuchsförderung. Sie stärkt damit unsere Mission, chinesische Kunst und Kultur zu fördern sowie den Dialog zwischen den Kulturen der Welt zu unterstützen. Als Museum, das in Hongkong verwurzelt ist und zugleich eine globale Perspektive verfolgt, ist es uns wichtig internationale Partnerschaften weiter auszubauen und die Schönheit von Kunst und Kultur mit einem weltweiten Publikum zu teilen.“